100 Jahre luxuriös: Das KaDeWe feiert Geburtstag

Wenn es einen Luxus-Tempel in Deutschland gibt, in dem man(n)/frau so ziemlich alles kaufen kann, dann ist dies das legendäre Kaufhaus des Westens, kurz: KaDeWe. In diesem Jahr feiert Deutschlands bekanntestes Warenhaus seinen 100. Geburtstag. Und schaut man sich allein die schnöden Fakten dieses luxuriösen Konsumtempels an, so ist es nicht verwunderlich, dass es dieses Haus spielend mit Institutionen wie Harrod´s in London oder Lafayette in Paris aufnimmt: 60.000 Quadratmeter Fläche machen das KaDeWe zu Europas Nummer Eins und die FAZ schreibt über:
fünfzigtausend Besucher am Tag, sechzigtausend Quadratmeter Verkaufsfläche, 64 Aufzüge, 26 Rolltreppen, vierzehntausend Sprinklerdüsen.
Doch ist das KaDeWe sicherlich mehr als ein sechs Stockwerke zählendes Hochregallager des Überflusses und der Moden in einer alles andere als kaufkräftigen Stadt, wie es in dem FAZ-Artikel weiter heißt. Denn hier gibt es fast nichts, was es nicht gibt und neben allen bekannten Luxusmarken, weiß insbesondere die Lebensmittelabteilung in der sechsten Etage zu überzeugen: Ob frischer Kurkuma, Bier aus Jamaika, austern, Champagner oder 1.300 verschiedenen Käsesorten: Was man hier nicht findet, das gibt es vermutlich überhaupt nicht …
So schreibt es auch die Stuttgarter Zeitung, in der sich auch eine überaus informative Chronik des Hauses findet:
Besonders gern bummeln die Berlin-Besucher durch die berühmte "Fressabteilung" im sechsten Stock: Im Restaurant unter der Glaskuppel oder an einem der 30 Kochstände kann man Spezialitäten aus aller Welt probieren – oder einfach die gutbetuchten Berliner beim Austern und Champagner schlürfen beobachten. 500 von 2.000 KaDeWe-Mitarbeitern arbeiten in der Feinkostabteilung, davon 150 Köche und Konditoren. Sie produzieren und verkaufen rund 34.000 verschiedene Artikel, darunter allein 1.300 Käsesorten, 3.400 Weine – und auch ein paar echte Raritäten. Der 100 Jahre alte "Champagner des Zaren", der 80 Jahre in einem Schiffswrack auf dem Meeresboden ruhte, liegt heute in einer Glasvitrine. Und weil das KaDeWe kein Museum ist, kann die Flasche nicht nur bestaunt, sondern für 4.500 Euro auch käuflich erworben werden.
Für jeden Berlin-Besucher ist eine Stippvisite in der Tauentzienstraße geradezu Pflicht, auch wenn man gerade nichts kaufen möchte …