Auch Luxusgegner kaufen manchmal Luxus

Auch Luxusgegner kaufen manchmal  Luxus

Die meisten Menschen nehmen an, der Luxuskäufer sei ein schlanker, Zigarren rauchender Herr, der aus seinem Rolls-Royce mit Chauffeur aussteigt und em Weinhändler sagt: "Ach geben Sie mir einfach den besten Champagner, den Sie haben".

Weit gefehlt – zu dieser Gruppe der "Etablierten" gehören nach einer neuen Untersuchung nur 14 Prozent der Bevölkerung- jedenfalls in einer Studie der Wirtschaftsprüfer von KPMG, in der nicht etwa die Superreichen befragt wurden, sondern ein repräsentativer Querschnitt aus 3000 Befragten.

Die Übrigen kaufen sich ihren Luxus peu a peu zusammen, und einige von ihnen sparen sogar darauf, um ihn zu besitzen. Dabei fällt auf, dass die junge Generation der "Einsteiger" (elf Prozent) die Angebote deutlich kritischer prüft als die übliche Käuferschaft von Luxusgütern.

Überraschenderweise kaufen auch typische "Luxusgegner" die schönen Dinge des Lebens: Sie distanzieren sich zwar vom üblichen Luxusgeschäft, doch kaufen sie dennoch, was sie für erstrebenswert, schön und wertbeständig halten.

Die Studie stimmt nicht nur mit den Alltagsbeobachtungen überein, sie kann auch als Empfehlung verstanden werden: Ein bisschen Luxus bereichert jedes Leben – und wenn die Gesamteinrichtung auch von Ikea (Pardon, Ikea) ist, darf die Leuchte ruhig ein Original von Jasper Morrison sein.

Die Marken, nach denen gefragt wurde, sind allerdings ein wenig verstaubt: Mit Chanel lockt man bestenfalls noch betuchte Damen mittleren Alters, die Porzellan-Manufaktur Meissen passt eher zur Großmutter, der Porsche zum alternden Junggesellen, und eine Uhr der Glashütte versetzt nur den in Raunen, der den Markennamen kennt und weiß, welchen Preis man dafür bezahlen muss.

Der wahre Luxus besteht im Grunde darin, ungewöhnliche Dinge zu besitzen, die schwer zu beschaffen sind und die den Geschmack des Besitzers in einer ganz besonderen Weise herausstellen – oder was meinen Sie?

Quelle: RP online.

Foto Quelle urbaneapts

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