BOOT: Luxus auch in der Krise

BOOT: Luxus auch in der Krise

Während sich die Nachrichtensprecher jeden Abend den Mund fusselig reden über die Krise und dem staunenden Publikum erklären, dass am Ende jeder Euro auf den Steuerzahler abgewälzt wird, sehen die exklusiven Bootswerften der Zukunft ruhig ins Auge: Seine Klientel sei wohl etwas vorsichtiger geworden, sagte jetzt der BOOT-Messechef Goetz-Ulf Jungmichel der Presse, aber man merke bereits wieder Optimismus.

In gewissen Preisklassen spielt Geld weiterhin keine Rolle, wie es scheint. Rund neun Millionen Euro soll ein Kunde für die Luxusjacht "2 B" bezahlt, die bitte nicht "zwo be" sonder "to be" ausgesprochen werden sollte.

Auch die Zukunft sieht man seitens der Bootsbauer rosiger als üblich: Andreas Schmidt, Vizepräsident des Luxusjachthändlers Drettmann, brachte gegenüber der Deutschen Welle auf eine einfache Formel, was viele andere auch denken, indem er sagte, dass die Menschen, die jetzt viel Geld verloren haben, wohl auch die Ersten sein würden, die es wieder erwirtschafteten.

Das allgemeine Publikum fragt sich stets, warum es wohl nötig sei, wirklich viel Geld zu erwirtschaften – und die besten Antworten, die man darauf bekommt, heißen "weil es Freude bereitet".

Eine andere Nachricht, die derzeit die Runde macht, nämlich dass Spitzenmanager im Moment ihre Firmenjets verschleudern, lässt die Beobachter der Luxusszenerie kalt: Insider wollen wissen, dass dies nur eine plumpe Show für Publikum ist.

Bild: © 2009 by Drettmann Group, Pressematerial


3 Responses to “BOOT: Luxus auch in der Krise”

  1. AchimReiner Says:

    Warum nicht? Egal ob eine Wirtschaftskrise gibt oder nicht, sind die Boots immer ein Lux. Aber es gibt Leute, die keine Krise kennen und leben ihr Leben einfach weiter.

  2. Flüge USA Says:

    Ich denke den Leuten, den die Finanzkrise am meisten zu schaffen macht, sind die aus der Mittelschicht.Das Geld bei denen, die sich Luxusgüter leisten können, bleibt nicht aus und somit werden Luxusgüter meiner Meinung nach nicht immens von der Finanzkrise beeinflußt.Mal sehen, wie es weiter geht…

  3. Albert Schwitzer Says:

    Ein angenehmes Leben an Bord muß nicht zwangsläufig mit Ressourcenverschwendung
    und hohem Kohlendioxydausstoß verbunden sein.
    -Auch im Winter!
    Hier gibt’s etwas Richtungsweisendes zum Thema Klimaschutz und Sparen von Mineralölsteuer:

    Einfach mal Suchbegriff “windmill ship” wiki

    probieren.

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