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Sonstiges
von sehpferd am 12.11.09

© wsilver
Die Krise verfolgt die Luxusbranche weiter – und in dieser Situation hat sich die PR-Agentur Segmenta aufgemacht, dem Genossen Trend doch mal auf den Zahn zu fühlen.
Die Kernfrage war dabei natürlich, wie der Zukunft der Vermarktung luxuriöser Güter aussieht, namentlich solche mit Markenproduktnamen: Etwa 60 Prozent der Befragten gaben an, dass für sie Luxus und Marken zusammengehörten. Dies ist keinesfalls selbstverständlich, denn der Gang zu einem speziellen Metzger, um wohlschmeckendes Fleisch zum doppelten Preis wie im Supermarkt kaufen, ist zwar Luxus, aber nicht mit einer Marke verbunden.
Die Zukunft der Luxusmarken wird allerdings von den Konsumenten in einem deutlich trüberen Licht gesehen: Nur noch etwa 38 Prozent glauben, dass „Marke“ und „Luxus“ für sie auch in Zukunft bedeutsam sein wird. Generell glaubt man sogar, beim Luxus einen gewissen Trend gegen materielle Güter und hin zu mehr Genuss festgestellt zu haben.
Immerhin fanden etwa 28 Prozent der Befragten, dass sie Luxus in einem sorgenfreien Leben sehen würden, und für etwa 14 Prozent scheint Zeit zu haben der größte Luxus zu sein.
Wenn die Begierde auf die Marke als Luxus zurückgeht, wird der Wettbewerb härter, denn ohne jede Frage leben Luxuspodukthersteller nicht nur von der Qualität ihrer Produkte, sondern vor allem von der eher abstrakten Wertvorstellung, die der Kunde davon hat. Sie leben also davon, aus einer nur wenig höheren Qualität einen erheblichen höheren Preis zu erzielen. Das geht solange gut, wie der „Ich-Muss-Es-Haben-Effekt“ Platz greift – doch wem kann man schon mit seinem Luxus imponieren, wenn man nicht einmal mehr Zeit hat, ihn anderen zu zeigen?
Es könnet schon bald eine Zeit anbrechen, in der tatsächliche Qualität und erlebbarer Service einer Marke eher zugutekommen als die hochgetragene Nase, die beste Marke zu haben. Ich denke, vor dieser Zeit werden sich einige Hersteller mit Recht fürchten.
Ein Tipp, für alle, die Luxus pu genießen wollen: Alte Gebäude in unseren Städten aus der Gründerzeit, wie diese Tiffany Kuppel in Chicago, IL, USA.
Weitere Daten finden Sie in der Pressemitteilung.
Permalink: Der Luxus der Krise – wohin geht der Trend?
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Wong
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