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Speisen und Genuss
von Helmut Funken am 29.11.06

Vor einigen Jahren war ich mit Freunden in Italien unterwegs und uns stand der Sinn nach etwas Gault Millau, Michelin-gesterntem oder sonstigen Mützenträgern.
Über eine Stunde fuhren wir bis zu diesem kleinen Lokal im Olivenhain, irgendwo südwestlich von Fano. Begrüßt wurden wir von einer einäugigen Katze...
Das Menu, vom Maitre de Cuisine persönlich vorgeschlagen, begann mit einer Vorspeise, deren Bezeichnung leichten Argwohn aufkommen liess:
"Trüffel nach Art des Duce"
Dieser Duce hat lange vor mir gelebt, mit seiner politischen Gesinnung musste ich nicht hadern und gespannt auf sein Rezept war ich auch.
Der Teller war karg. 2 Scheiben eines nahezu herkömmlichen Vollkorntoasts waren mit einer leichten weißen Sauce angerichtet, darauf einige Späne vom frischen weissen Trüffel. So frisch, man hörte das Schwein noch grunzen
Diese exquisite Zutat brachte Leben unter den Gaumen.
Die Mehlschwitze selbst war dagegen eher ernüchternd, hätte m.E. noch einen Schuß Weisswein vertragen. Immerhin stammte das Toastbrot nicht aus den Zeiten des Duce. Der Preis für diesen kleinen Ausflug ins Land der Gourmets konnte nur auf der winzigen Trüffelzutat beruhen, denn selbst in MIttelitalien ist Toastbrot billig.
Der zweite Gang folgt dann beim nächsten Mal
Permalink: Ein Toast auf die Schweine
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Wong
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