Falsches Spiel mit dem Luxus

Natürlich gibt es den luxus nach wie vor – aber selbst die renommiertet New York Times verließ sich darauf, dass ihn gerade ein paar New Yorkerinnen tränenreich verlieren: Ihre Männer, Freunde und Liebhaber hatten plötzlich weniger Geld, so schrieb die Zeitung – und was läge da näher, als sich gegenseitig Trost zu spenden und eine Selbsthilfegruppe für luxusgeschädigte Damen zu gründen?

Alles Selters, kein Champagner mehr? Die Luxusweibchen mussten bei einem Mitarbeiter der New York Times mächtig Eindruck hinterlassen haben, denn er schrieb flugs einen Artikel, spickte ihn noch mit ein paar trivialen Tatsachen aus dem Bankmanagerumfeld und flocht auch noch den unerlässlichen Psychologen mit ein – und siehe, das Ganze wurde eine Erfolgsstory, die um die ganze Welt ging. Hier beispielsweise in der "Süddeutschen".

Leider war sie von vornherein falsch, wie die Zeitung am 25. Februar 2009 zerknirscht zugeben musste – von den Damen, die in den USA ein Blog betreiben, geschickt ausgeheckt und der NYT ebenso elegant untergejubelt. Es handelte sich einfach um ein paar Freundinnen, die ihr Blog ein bisschen popularisieren wollten. Luxus ist, wenn man dennoch darüber schmunzeln kann.


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