Forschungsgebiet: Superreichtum und Vermögenskultur

"Es lebe die Empirie" – das werden sich vermutlich viele MitarbeiterInnen des Soziologen Thomas Druyen denken. Denn dieser erforscht insbesondere die Welt der Superreichen – nach seiner Definition Menschen mit mehr als 100 Millionen US-Dollar Vermögen., wie der WDR berichtet.
In dem Studienfach "Vermögenskultur", dem an der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien sogar ein eigener Lehrstuhl eingerichtet wurde, geht es weniger um Celebritys sondern vielmehr um die Superreichen, die sich im Hintergrund aufhalten. In einem interessanten Interview erklärt Druyen:
Ich möchte versuchen, durch wissenschaftliche Erkenntnisse klar zu machen, dass es zwischen einem Vorstandsvorsitzenden, einem Sportler, einem Großaktionär oder einem Hollywoodschauspieler extreme Unterschiede geben kann, was die gesellschaftliche Leistung betrifft. Die Ã-ffentlichkeit sollte hinter die Kulissen schauen können, um zu verstehen, dass es auch Hochvermögende gibt, denen wir wirklich dankbar sein können.
In die selbe Kerbe haut auch ein Artikel in der Rheinischen Post.. Hier erfahren wir auch, dass Druyen mehr im Sinn hat, als reine Forschung:
hat Druyen spendable Reiche gefunden. 40 Prozent teilen ihr Vermögen mit der Gesellschaft. Es gibt zwar Reiche, die ihrer Frau zum Geburtstag mal eben eine Luxuslimousine schenken, einen Superstar zur Geburtstagsparty ihrer Tochter einladen, und es gibt die Hiltons und Beckhams, die ihr Geld für Luxus zum Fenster hinauswerfen. Druyen hat auch Superreiche kennengelernt, die ihr Geld der Gesellschaft über Spenden wieder zurückgeben. 60 Prozent behalten ihr Geld aber lieber für sich. Und die möchte Druyen zum Nach- und Umdenken bewegen.
Ach ja, verheiratet ist der Soziologe übrigens seit 1996 mit Jenny Jürgens, der Tochter des erfolgreichen Sängers Udo Jürgens. Insofern dürfte er zumindest keine Schwierigkeiten haben, mit seinen Forschungs"gegenständen" in Kontakt zu treten.