Luxus des Sommers

Luxus des Sommers

Diesen Sommer leiste ich mir häufig einen sehr einfachen luxus: Nichts zu tun, außer in die Luft zu blinzeln – was natürlich auch bedeutet, mal an dem einen oder anderen Tag nicht zu schreiben.

Bei mir ist es ja normalerweise so: Ich arbeite, also lebe ich. Zum Faulenzen muss ich mich zwingen, aber wenn ich es einmal begonnen habe, dann kann ich es auch ganz gut, sozusagen auf dänischem Niveau – für das italienische "süße Nichtstun" reicht es zumeist immer noch nicht.

Vielleicht gelingt es mir dann auch, mir einen meiner Lieblingsluxusgegenstände neu zu beschaffen: einen Hausmantel. Nein, keinen Bademantel, sondern wirklich einen Hausmantel. Ich liebe es, so etwas zu tragen und ziehe mich erst um, wenn es absolut nötig ist.

Möglich, dass ich mir endlich den Luxus eines guten Schuhs leise: In neun von zehn Schuhgeschäften finde ich gar keine Schuhe, im Zehnten dann zumeist irgendeinen Ladenhüter oder teuren Schund. Nein, nein – ich lebe nicht auf zu großem Fuß, wenn Sie das meinen – für diese Herren gibt es Spezialgeschäfte. Ich lebe auf sehr bescheidenem Fuß.

Ich hoffe, ich werde den Sommer über an meinem Vorsatz festhalten: Etwas luxuriöser leben und gelegentlich einfach die Budapesterinnen anschauen – das kann ich zur Entspannung nun wirklich empfehlen.


Foto Quelle tranchis

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