Luxus für Kinder, Sparplan für Erwachsene

© permanently scatterbrained
Manchmal ist es wirklich paradox: Von armen Menschen behauptet man, sie würden zuerst beim Kinderspielzeug sparen, während die reichen offenbar zuerst bei sich selber sparen, bevor sie das Budget für die Kinder antasten. Nach Informationen der WELT brach der Markt für den Bekleidungsluxus der Erwachsenen im Jahr 2009 um etwa 20 Prozent ein, währen die Kinder weiterhin luxuriös eingekleidet wurden – um allenfalls 10 Prozent sei der Markt hier gesunken, schrieb das Blatt.
Den Grund vermuten Fachleute nicht so sehr bei den Menschen, die ohnehin nicht so auf die Ausgaben achten müssten, sondern bei den Aufsteigern, die ihr neu gewonnenes soziales Ansehen vor allem anhand ihrer Kinder vorzeigen wollen. Möglich wird dies unter anderem auch durch die reaktiv günstigen Preise, die Hersteller wie beispielsweise Burberry für einen Trenchcoat für Kinder verlangen – Erwachsene zahlen dafür erheblich mehr.
Ganz generell, so glauben Fachleute, würde der Markt für Luxuskleidung beim Kind noch bei Weitem mehr hergeben als im Moment – und dies nicht nur in Schwellenländern. Auch im Inland soll das Kind modisch gekleidet sein und damit "konkurrenzfähig" gegenüber dem Chic der Mitschülerinnen und Mitschüler – so fragwürdig diese Zurschaustellung auch sein mag.
August 14th, 2010 at 17:36
Es ist sehr übertrieben!