Russland schränkt Kaviarhandel weiter ein

Des einen delikatesse ist des anderen Unsitte. Fest steht aber: Die Bestände an Stör, der den begehrten Kaviar liefert, sind hoffnungslos überfischt und das Washingtoner Artenschutzabkommen hat festgelegt, dass Russland im Jahr 2007 maximal 23,5 Tonnen der fischigen Delikatesse exportieren darf.
Doch nun hat Russland dem zunehmenden Schwarzhandel mit dem Kaviar den Kampf angesagt:
Schwarzer Kaviar soll komplett aus Russlands Feinkostregalen und von den Speisekarten der Luxusrestaurants verschwinden. Das sieht jedenfalls eine Gesetzesänderung vor. Bislang gelangen die begehrten schwarzen Stör-Eier mit Hilfe des Staates in Umlauf: Was die Behörden bei illegalen Wildfischern im Wolgadelta konfiszierten, legalisierten sie und brachten es in den offiziellen Handel. Nach den Gesetzesänderungen von Anfang August muss die Fischereibehörde die beschlagnahmten Rogen und Störe nun aber vernichten., wie die "Welt" berichtet.
Für die zahlreichen Raubfischer auf dem Kaspischen Meer wird es nun vermutlich schwerer, ihre Ware auf dem heimischen Markt anzubieten und Experten gehen davon aus, dass der Preis für den Kaviar um mindestens 50 Prozent ansteigen wird. Ein – wenn auch kleiner – Sieg für den Artenschutz!