Safran - das rote Gold wächst in der Heimat
abgelegt im Archiv Speisen und Genuss am 25.03.10

© notafish
Es ist wahnsinnig teuer, dieses Gewürz. Internet-Händler bieten original persischen Safran derzeit für gegen 14 Euro an - für ein Gramm, was einem Kilopreis von 14.000 Euro entspricht. Der Name "rotes Gold" für das Feinschmeckergewürz ist also korrekt - das Gold kostet derzeit zwar etwas mehr, aber so groß ist der Unterschied nun doch wieder nicht. Am hohen Preis ist nicht nur die gewaltige Menge von 360 der orangeroten Stempelfäden der Blüte des Safrankrokus schuld, sondern auch der enorme Arbeitsaufwand bei der Ernte - und den kann man eigentlich nur noch in Ländern stemmen, in denen Arbeit bei Weitem billiger ist als in Mitteleuropa.
Kein Wunder, dass Safran - insbesondere pulverisierter Safran - oft gefälscht wird. Kurkuma sieht fast genau so aus, färbt ähnlich intensiv, schmeckt aber ganz anders - und kostet nur einen Bruchteil des teuren Safrans.
Doch nun kann man staunen: Safran wächst auch in Österreich. Angeblich bauten Apotheker ihn schon früher dort an, doch erst jetzt wird er wieder angesiedelt und wirtschaftlich genutzt. Der Ökonom Bernhard Kaar produziert an der Donau Safran nach alten Anbaumethoden - derzeit aus 90.000 Safrankrokuspflanzen, die unter Weinbaubedingungen in der Wachau gezogen werden.
Permalink: Safran - das rote Gold wächst in der Heimat
Tags: Safran, teuer, Gold Gewürz, Österreich, Persien
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