Sothebys versteigert Gemälde

Fehlt Ihnen noch der passende Wandschmuck für Flur oder Wohnzimmer? Dann hat das renommierte auktionshaus Sotheby´s eventuell das richtige Angebot für Sie. Unter der Überschrift Gemälde so teuer wie Luxus-Villen berichtet der Spiegel über eine ganze Reihe von anstehenden Auktionen, in denen Gemälde der Extraklasse unter den Hammer kommen. So lesen wir:
Ein paar distinguierte Kunden – potentielle Bieter – wandern diskret durch die Hallen, um die hier ausgestellten 61 Auktionsstücke für diese und nächste Woche schon mal vorab zu begutachten. Darunter 15 Picassos – etwa das Mini-Porträt "Tete D'arlequin", geschätzt auf mindestens 18 Millionen Dollar. Außerdem: Francis Bacons "Study from Innocent X" (30 Millionen Dollar), Jackson Pollocks "Number 16" (25 Millionen Dollar), Tom Wesselmanns Pop-Art-Blickfang "Smoker #17" (3,5 Millionen Dollar) sowie ein Joan MÃro für 10 Millionen und ein Marc Chagall für 12 Millionen Dollar.
Der Höhepunkt der Auktionen ist aber vermutlich ein Laien eher unbekanntes Gemälde eines Amerikaners:
Der wahre Stolz dieser Sotheby's-Saison aber hängt zwei Säle weiter allein an nackter Wand. Vier Farbstreifen – gelb, schwarz, weiß, rosa: Mark Rothkos "White Center", ein Ã-lbild des abstrakten Expressionisten, soll nächste Woche für mindestens 40 Millionen Dollar unter den Hammer kommen. Er würde sich nicht wundern, wenn es die 100-Millionen-Marke bricht, sagt der gebürtige Wiener Tobias Meyer, der Topexperte für zeitgenössische Kunst hier. Meyer steht vor der 2 mal 1,40 Meter großen Leinwand wie ein Priester vor einem Altar. "Mal sehen, was der Markt hergibt."