Vom Sattler zum Täschner: die Luxusmarke Hermès

Als Edelmarke war sein Familienname nicht geplant, als der Krefelder Thierry Hermès 1837 sein Geschäft in Paris gründete – denn was Vater Theirry Hermès zunächst verkaufte, war nicht für Menschen gedacht, sondern für Pferde. Sättel und Zaumzeug waren sein Geschäft, und das wäre auch so geblieben, wenn Charles-Émile Hermès gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht weitere interessante Lederartikel mit ins Sortiment genommen hätte: Koffer und Taschen aus feinstem Leder. Mit Leder kannte man sich schließlich aus, und der Ruhm von Hermès wird bis heute weitgehend dadurch begründet, dass Hermès-Taschen Qualitätsprodukte sind, die ihresgleichen suchen. Was die Firma Hermès Frères 1923 herstellte, kann man auf dem Titelbild sehen. Sättel waren immer noch dabei, doch das Taschenangebot war bereits reichhaltig.
Auch heute noch verkauft das Unternehmen feine Ledertaschen für Damen sowie Kleinlederwaren, und noch immer regiert die Qualität vor dem, was heute als "Luxus" gilt. Hermès hat niemals nachgelassen, auf Qualität zu achten, was man nun wirklich nicht von allen Herstellern von Luxuswaren sagen kann.
Bei den Damen beliebt sind außer den Lederwaren vor allem die berühmten Hermès-Seidentücher aus Seidenmusselin. Sie sagen vielen Frauen mehr als die legendären Taschen, wie beispielsweise die Birkin-Tasche, die nach der englischen Schauspielerin und Sängerin Jean Birkin bekannt wurde. Jean Birkin ist durch Ihre Beziehung zu Serge Gainsborough und ihre auf französisch vorgetragenen Chansons zu einer Ikone Frankreichs geworden – was hätte da näher gelegen, als eine Tasche nach ihr zu benennen?
Im Zusammenhang mit dem Haus Hermès wird immer wieder von Preisen gesprochen – man sollte es nicht tun, sondern der Dame seines Herzens einmal im Leben ein Geschenk aus dem Haus Hermès machen.
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