Wally Island – Luxusjacht im Tankerformat

Wally Island – der Name klingt eigentlich eher -nu, ja- eben nach einer Insel und nicht nach einer Jacht. Und betrachtet man die reinen Ausmaße dieses Luxusliners, so kann man durchaus auf die Idee kommen, dass es sich hier um eine schwimmende Insel handelt. So berichtet das Manager-Magazin über den neuesten Clou aus dem Hause Wally:
Mit seinem neuen Boot, der "Wally Island", wagt sich Bassani nun in völlig neue Gefilde vor: Die 99 Meter lange schwimmende Insel bietet mit ihrem 1000 Quadratmeter großen Deck Platz für einen eigenen Garten mit Swimmingpool, einen Tennisplatz oder einen Hubschrauberlandeplatz. In den Aufbauten, die sich über fünf Etagen erstrecken und an einen Flughafentower erinnern, können in zwölf Suiten bis zu 24 Gäste untergebracht werden – Kino, Spa, Bibliothek und Fitnessraum nicht eingerechnet.
Momentan existiert die "Wally Island" allerdings erst auf dem Reißbrett, doch kann man fast sicher davon ausgehen, dass sich früher oder später ein "Bauherr" findet.
Die FAZ vergleicht die neue Idee des monegassische Jachtentwicklers Luca Bassani sogar mit einer arche Palma. Hier wird in geradezu apokalpytischer Manier eine Vision der Zukunft entwickelt, in der Wally Island eine wahre Zufluchtsstätte bildet:
Auf 99 Meter Länge und 18 Meter Bootsbreite entsteht dabei durchaus die Illusion einer Insel, wenn man beispielsweise in der aparten Gartenlaube zwischen Palmen und Rhododendren die Zeitung aufschüttelt, das Notebook aufklappt und mal nachguckt, was sich derzeit auf dem Festland so abspielt, wo es, wie Hans Magnus Enzensberger bereits im vergangenen Jahrtausend prophezeite, angesichts Überbevölkerung auf schrumpfenden Landmassen bald nur noch Stehplätze gibt. Wir erinnern uns von Opernbesuchen aus unserer Schul- und Studienzeit, wie unbequem das sein kann und wie beschränkt die Sicht.
Der veranschlagte Preis von 40 Millionen Euro erscheint da geradezu günstig ….