Zuchtkaviar auf dem Vormarsch

Pelze, Privatjets und Kaviar – diese drei Insignien des Luxus haben mit manchen anderen gemeinsam, dass sie oftmals gegen die "political correctness" verstoßen. Doch zumindest in letzterem Fall beweisen findige Fischzüchter, dass es auch anders geht.
So findet sich in der "Welt" ein Artikel, in dem von Zuchtkaviar die Rede ist, der nicht vom artengeschützen beluga aus dem kaspischen Meer, sondern aus Westeuropa stammt:
Die Störe der Firma Prunier schwimmen zum Beispiel statt im Kaspischen Meer in Fischreservaten und Kaviar-Verarbeitungszentren an den Ufern der Gironde in Südwestfrankreich. Andere Zuchtbetriebe, wie etwa die Firma Desietra im hessischen Fulda, setzen auf geschlossene Systeme in großen Hallen, wo die Störe in eigenen Bassins schwimmen. Über 250 Tonnen Zuchtkaviar kamen aus derlei Anlagen 2006 auf den Markt – und angesichts der steigenden Nachfrage wird sich die Menge wohl bald verdoppeln.
Die Qualität ist offensichtlich fast so gut, wie die des echten Kaviars, mit dem entscheidenden Vorteil, dass der Kaviar durchweg legal und deutlich günstiger ist, als die russische Variante:
Der "Saint James" beispielsweise liegt bei 140 Euro für 50 Gramm, der "Heritage" bei 266 Euro für dieselbe Menge – also nur etwa die Hälfte des Preises für den schwarzen Beluga.
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